Naturheilpraxis Bettina Will

Akupunktur in Frankfurt

Akupunktur

Akupunktur behandelt den ganzen Menschen

Die Akupunktur ist die bekannteste aller chinesischen Behandlungsmethoden. Sie ist eine seit mindestens 2000 Jahren bewährte medizinische Methode zur Behandlung von Beschwerden und Krankheiten durch Nadelung spezieller Körperpunkte.

Akupunktur wird schon seit über 2000 Jahren zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt
Ursprung der Akupunktur

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) beinhaltet verschiedene Therapien:

  • Akupunktur
  • Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten durch glimmende Kräuter)
  • Kräuterheilkunde
  • Ernährungstherapie
  • Tuina/Anmo (Chinesische Massage)
  • Qigong
  • Taijiquan (Atem- und Bewegungstherapie).

 

Akupunktur, Ernährungshinweise und Körpertherapie bilden zusammen eine effektive Gesundheitspflege.

Historischer Streifzug durch die Akupunktur

Die Akupunktur entwickelte sich auf der Grundlage der Erfahrung, dass die Einwirkung spitzer Gegenstände auf den Körper Beschwerden lindern kann. Bei Ausgrabungen wurden Stein- und Knochennadeln gefunden, die darauf schließen lassen, dass die Akupunktur schon vor über 2000 Jahren als Heilmethode galt.

In der Ära der Shang-Dynastie wurden erstmals Behandlungsmethoden der chinesischen Medizin aufgezeichnet. Beschrieben wurde ein ganzheitliches Konzept, in dem Gesundheit nichts anderes ist als ein Zustand der Harmonie des Menschen mit sich selbst, seiner sozialen Umwelt und der Natur. Die Systematisierung dieser Beobachtung erfolgte ab dem 4 Jh. vor Chr. unter dem Einfluss der Naturphilosophie und den Grundtheorien von Yin-Yang- und der 5-Wandlungsphasen-Lehre.

Das Lehrbuch des Gelben Kaisers über TCM

In der Han Zeit (206 v.-220 n. Chr.) entstand das grundlegende historische Werk: "Huang Di Nei Jing", das "Lehrbuch des Gelben Kaisers". In Dialogform zwischen dem Kaiser und seinem Leibarzt beschreibt es die noch heute gültigen therapeutischen und diagnostischen Grundprinzipien der TCM. Hier wurden erstmals wichtige theoretische Modelle dargestellt: Die Lebensenergie Qi, Yin und Yang, die fünf Elemente und die Meridiantheorien. Es finden sich erste genaue Anweisungen zu Akupunktur, Moxibustion, Schröpfkopfbehandlung sowie zur Zungen-, Puls- und allgemeinen klinischen Diagnostik. Es enthält bereits systematische Beschreibungen von Krankheiten mit Symptomen, Ursachen und Therapiehinweisen sowie eine anspruchsvolle Arzneikunde.

Der Teil „Suwen“ (elementare Fragen) wurde in der heute zugänglichen Version etwa im Jahr 775 n. Chr. fertig gestellt. Er enthält die heute noch gültigen Vorstellungen der chinesischen Akupunktur zu Physiologie und Pathologie. Der auf mehrere unbekannte Autoren zurückgehende Teil „Lingshu“ (Achse aller Wunderwirkungen) enthält Anleitungen zur Praxis der Akupunktur und Moxibustion.

Akupunktur als Teil der chinesischen Kultur

Bis zum 19. Jh. entwickelten sich die TCM, und mit ihr die Kunst der Akupunktur, als Bestandteile der chinesischen Kultur stetig und ohne Einfluss von außen weiter. Einen deutlichen Einschnitt bewirkte erst die zunehmende Präsenz des Westens zu Beginn des 20. Jh.. China öffnete sich nach den Opiumkriegen dem Westen und Missionare führten westliche Behandlungsmethoden in China ein. Die verstärkten westlichen Einflüsse drohten in der Folge zu einer kulturellen Entwurzelung zu führen. Im 19. und 20. Jh. wurden vor allem in den Städten westliche Medizin und Wissenschaft mehr und mehr angewandt und 1929 wurde die TCM sogar verboten.

Erst unter Mao Zedong fand in den 60er-Jahren eine Rückbesinnung auf die traditionellen Wurzeln und die eigene Kultur statt. Er förderte die Weiterentwicklung der "Volksmedizin", trieb Pflege und Kontrolle der althergebrachten Heilkunst wieder voran und verhalf so der Akupunktur zu einem neuen Aufschwung. Neue Hochschulen für TCM wurden gegründet. Sie vermitteln die überlieferte Heilkunde im Rahmen eines einheitlichen Theoriesystems und haben jeweils eigene Fachbereiche für Akupunktur und Moxibustion, Qigong, Ernährungslehre und Grundlagenforschung. Die Elektroakupunktur und die Akupunktur-Anästhesie gehen ebenfalls auf jene Zeit zurück.

Die Akupunktur erreicht das Abendland

Außerhalb von China gelangte die Akupunktur ca. 600 n Chr. über Korea nach Japan. Durch Marco Polo wurden erste Berichte im 14. Jh. auch im Abendland bekannt. Ab dem 17. Jh. wurden im Westen in erste medizinische Werke zum Thema Östliche Medizin und Akupunktur veröffentlicht.

Etwa seit den 70er-Jahren erlebt die Akupunktur im Westen einen großen Schub. Aufsehen erregten im Westen spektakuläre Erfolge in der Akupunktur-Anästhesie und der Schmerzbekämpfung. Auch in Europa befassten sich nun immer mehr Menschen mit dieser Heilkunst, die mittlerweile zu einer exakten Wissenschaft geworden war.

In den 90er-Jahren wurde die Chinesische Arzneimitteltherapie als Wirtschaftsfaktor erkannt und standarisiert. In vielen Schulen wurden spezielle Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen. Im China des 20. Jh. wurde die Anwendung der Akupunktur zur Schmerzstillung bei operativen Eingriffen entwickelt sowie experimentell und klinisch erforscht. Im Chinesischen Gesundheitssystem von heute bestehen westliche und östliche Methoden parallel nebeneinander.

Akupunktur nicht mehr wegzudenken in Deutschland

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Akupunktur auch in Deutschland fest etabliert. Die Menschen wollen heute eher ganzheitlich gesehen und behandelt werden. Hinzu kommt, dass die Akupunktur sich als hocheffiziente und nebenwirkungsarme Therapie für sehr verschiedene Krankheiten erwiesen hat. Die großen Studien der deutschen Krankenkassen haben das eindrucksvoll belegt. An mehreren Universitäten in Deutschland wird bereits intensive Akupunkturforschung betrieben. Viele private Krankenkassen erstatten die Kosten für die Akupunktur-Behandlung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Liste von Erkrankungen publiziert, die erfolgreich mit Akupunktur behandelt werden können.

Obwohl China das Mutterland der Akupunktur ist, kann man sagen, dass Deutschland und Großbritannien heute qualitativ und quantitativ weltweit führend sind und dass von Europa die entscheidenden Impulse für eine Weiterentwicklung der Akupunktur und für eine integrative Medizin ausgehen.